Unbekannte Sehenswürdigkeiten in Klagenfurt

07.06.2018

Klagenfurt bietet einige Sehenswürdigkeiten, die ihr bestimmt noch nicht kennt oder die sich bis jetzt eurer Wahrnehmung entzogen haben. Wir geben euch einen groben Überblick über diese Attraktionen, die sich abseits von den Mainstream-Touristenplätzen befinden.

Bahnhofsfresken
Die von dem Künstler Giselbert Hoke zwischen 1950 und 1956 entworfenen Fresken, angelehnt an die Formsprache von Pablo Picasso, sind jeweils 22 Meter breit und 5 Meter hoch. Während das ostseitige Fresko die „Wand der Kläger“ zeigt, stellt das westseitige Fresko die „Wand der Angeklagten“ dar. Die Fresken gelten heute als bedeutendes Beispiel der österreichischen Monumentalmalerei nach 1945.


Innenhöfe
Die über 50 öffentlich zugänglichen Arkadenhöfe in der Innenstadt von Klagenfurt wurden überwiegend von italienischen Baumeistern entworfen. Sie spiegeln nicht nur das südliche Flair von Klagenfurt wider, sie verleihen der Klagenfurter Innenstadt einen besonderen Charme.


Bunkerturm Kreuzbergl
Ein wuchtiger Betonturm ragt am Kreuzbergl neben der Spielwiese aus dem Boden und erinnert dabei an die schreckliche Kriegszeit in Klagenfurt. Der Turm diente als Frischluftversorgung für den darunterliegenden, 354 Meter langen Stollen. Dieser bot der Klagenfurter Bevölkerung im Zweiten Weltkrieg Schutz vor den 48 Bombenangriffen. Die drei Fresken am Bunkerturm stellen die damalige Zeit  dar.


Villacher Tor
Das „Villacher Tor“ ist ein Überbleibsel der Klagenfurter Stadtmauer. Die Stadtmauer wurde nach dem verheerenden Feuer von 1514, das Klagenfurt zerstörte, von den Landesständen nach den Plänen des italienischen Festungsbaumeisters Domenico dell'Allio 1534 wiedererbaut. Die Bauarbeiten wurden erst 1591 abgeschlossen. Die Truppen Napoleons, die die Stadt 1799 besetzt hatten, sprengten die Stadtmauer bei ihrem Abzug (1809/10).  


Museumstramway
Die Tram, auch als Straßenbahn bezeichnet, war in Klagenfurt in den Jahren 1891 bis 1963 in Betrieb und war die bisher einzige Straßenbahn in Kärnten. Wegen der hohen Betriebskosten wurde die Klagenfurter Straßenbahn durch Dieselbusse ersetzt. Ein Beiwagen der Straßenbahn ist heute als „Museumstramway“ am Klagenfurter Lendkanal (Nähe Strandbad) zu sehen und bietet gastronomische Schmankerln.